Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Künstlerlandschaft Chiemsee - eine kulturhistorische Betrachtung


Zu diesem Kurs


Künstlerkolonien sind ein kunst- und kulturhistorisches Phänomen von gesamteuropäischer Dimension. In einer Künstlerkolonie leben und arbeiten bildende Künstler, Literaten, Dichter und Komponisten.
Die Entstehung der Künstlerlandschaft rund um den Chiemsee nahm ihren Anfang mit der Entdeckung der Fraueninsel durch junge reiselustige Studenten. Im Jahre 1828 besuchte Maximilian Haushofer zusammen mit seinen beiden jüngeren Vettern und einem Freund die stille Fraueninsel, die so malerisch auf diesem großen bayerischen See liegt. Der Gasthof 'Zur Linde' bildete schon damals den Mittelpunkt für den bald einsetzenden Strom von Künstlern, die anfangs vornehmlich aus der Kunststadt München kamen, um die Fraueninsel zu besuchen. Was viele Künstler später als störend empfanden, war die Menge der anreisenden Malerkollegen. Daher ließen sich viele Künstler in nahegelegenen Nachbarorten nieder, um ungestört vom lärmenden Betrieb in Ruhe arbeiten zu können. Die erste Filiation (Schwesterkolonie), die am Chiemsee entstand, war der Markt Prien der - begünstigt durch die neue Eisenbahnlinie im Jahre 1860 von München nach Salzburg - sich zum Mittelpunkt der Region entwickelte.
In den zwanziger Jahren hatte sich die Welt verändert und mit ihr die Künstlerlandschaft am Chiemsee. Die Klassische Moderne hielt ihren Einzug und kennzeichnete eine neue Zeit. Heinrich Heidner, als herausragender Maler von Krieg und Vergänglichkeit, Julius Exter, als Meister der leuchtenden Farben und Anton Kerschbaumer, als Maler auf der Suche nach der Form wurden prägend. Während konservative Künstler am Chiemsee an den Traditionen festhielten, wandten sich andere von der Idylle ab. Sie wurden nun von Malern des Chiemsees zu Malern am Chiemsee: Ihr Lebensmittelpunkt blieb der Chiemsee mit seinen grünen Ufern und der blauen Silhouette der Berge, ihre Motive suchten sie dagegen in südlichen Ländern und bereisten Europa solange es noch möglich war. Der Kunstmarkt honorierte diese Ausweitung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg brachten Flüchtlinge neue Impulse an den Chiemsee. In Prien fand bereits im August 1945 die erste Kunstausstellung stattfand. Heute ist das Chiemseegebiet eine bedeutende Euro-Region, die sich selbstbewusst und eigenständig neben den Ballungsräumen wie München behauptet.
Referentin: Dr. Ruth Negendanck, Kunsthistorikerin
Vortrag, Abendkasse

Dr. Ruth Negendanck: Künstlerlandschaft Chiemsee

Kursnr.: Z110
Kosten: 10,00 €€ Abendkasse


Termin(e)

Do. 27.04.2017, 19:30 - 21:00 Uhr


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Kursort

Rathaus; Großer Sitzungssaal

Dozent(en)

Veranstaltungskalender

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