Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Vorträge

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freie Plätze H104 - Mensch und Wahrheit - Die Geschichte des Erkennens

( ab Mo., 26.4., 19.30 Uhr, Rathaus; Trauzimmer)

Philosophie strebt nach Erkenntnis der Welt und das war oft gefährlich, wie bereits der Tod des Sokrates belegt. Immer zweifelten Philosophen radikal an alten Gewissheiten. Letztlich ist die menschliche Erkenntnisfähigkeit selbst das größte Erkenntnisproblem und an ihr hängt fast alles, denn wir gestalten die Welt gemäß unseren Vorstellungen.
So erschütterten neue Positionen die mittelalterliche Scholastik und das Bild der Welt änderte sich. Der neuzeitliche Weg mit seinem Rationalismus, Empirismus und Skeptizismus führte über die Aufklärung in die Zweifel der Moderne und der Glaube an eine absolute Wahrheit erlosch. Das intellektuelle Drama der Moderne hatte begonnen. Die Postmoderne dachte sogar darüber nach, den Begriff der Wahrheit gleich ganz aufzugeben, und im postfaktischen Zeitalter verteidigen wir heute verzweifelt die Wahrheit gegen alternative Fakten. Da macht es wohl Sinn, sich die Problematik von Erkennen und Wahrheit mal wieder vor Augen zu führen: am besten epochenübergreifend auf einer komprimierten "Tour de Verité."
Dr. Stefan Schmitt ist Kunsthistoriker und Philosoph.
"Was soll ich tun?" lautet mit Immanuel Kant eine der zentralen Fragen der Philosophie. Sie zielt auf die philosophische Disziplin der Ethik. Diese sucht nach vernünftigen Kriterien für die Beurteilung unserer Handlungen, ihrer Motive und Konsequenzen.
Ethik und Moral bestimmen das Miteinander der Menschen.
Wie begründen wir unsere Ethik? Bis zur Aufklärung erfolgte dies in vielfältiger Weise metaphysisch, doch mit Philosophen der Neuzeit wie Thomas Hobbes, John Locke, David Hume, Jeremy Bentham oder Immanuel Kant beginnt schon die Moderne als Gedankenexperiment und die Maßstäbe verschieben sich, was wiederum den heftigen Widerstand zum Beispiel der Kirchen provozierte. Bis auf den heutigen Tag sind die Begründung unserer ethischen Prinzipien und die moralischen Schlussfolgerungen von elementarer Bedeutung. In Zeiten des sich ständig beschleunigenden globalen und sozialen Wandels können die Auswirkungen dieses Diskurses auf das gesellschaftliche Leben gar nicht überschätzt werden.
Dieses Seminar wird die philosophiegeschichtlichen Entwicklungen der Ethik und ihre zentralen Probleme sowie die bedeutendsten Positionen und Denker bis in die Gegenwart vorstellen.
Hannah Arendt war eine der bedeutendsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts. Bekannt ist sie bis heute unter anderem durch ihre Analyse des Totalitarismus und ihren Bericht über den Eichmann-Prozess in Jerusalem. Der Vortrag wird zum einen ihre wichtigsten Positionen nachzeichnen, zum anderen aber aufzeigen, wie viel uns Arendts politisches Denken auch heute noch zu sagen hat: In den (fortdauerenden) Krisen unserer modernen Zeit ist Arendts Glaube an das Politische als Kraft des Anfangen-Könnens aktueller denn je.
Dr. Christian Schwaabe ist Akademischer Oberrat und lehrt an der Fakultät für Politische Theorie und Philosophie an der LMU München.

freie Plätze H109 - "Die Liebe zur Welt" Lesung und Vortrag zur Lebensgeschichte von Hannah Arendt

( ab Mo., 10.5., 19.30 Uhr, Rathaus; Großer Sitzungssaal)

Hannah Arendt (1906-1975) ist die bedeutendste Frau in der Geschichte der Philosophie. In einer Zeit, als Frauen an der Universität noch eine Ausnahme waren, studierte sie u. a. bei Martin Heidegger, mit dem die junge Studentin aus Königsberg eine geheime Liebesbeziehung einging. Von den Nazis ins amerikanische Exil getrieben, stellte die deutsche Jüdin grundlegende Fragen zum Zusammenleben von Menschen, zu den Gefahren totalitärer Systeme und zu den Grundlagen der Demokratie. Dabei gingen ihre Gedanken unmittelbar aus den Erfahrungen ihres abenteuerlichen und leidenschaftlichen Lebens hervor. Ihre Lebensgeschichte liest sich wie ein Plädoyer für Mut und Engagement, wie ein Loblied auf die Freundschaft und die Liebe zur Welt.
Dr. Alois Prinz ist Schriftsteller. Er studierte Philosophie, Germanistik, Politologie und Kommunikationswissenschaften und verfasste eine gelobte Biographie über Hannah Arendt.

Anmeldung möglich H110 - Der Nichtstun-Garten für Menschen mit wenig Zeit

( ab Do., 10.6., 19.30 Uhr, Rathaus; Großer Sitzungssaal)

Der Vortrag wurde vom 03.02.21 auf den 10.06.21 verschoben

Ziel eines Permakultur-Gartens ist, bei geringem Aufwand und mit höchstmöglicher Pflanzenvielfalt einen gesunden Boden zu erhalten, der dann gesunde Kräuter, Gemüse, Blumen, Beeren und Früchte hervorbringt und in dem auch Tiere einen Lebensraum finden. 30 Minuten Aufwand pro Woche sind ausreichend für die Versorgung einer Familie. Ein Nichts-Tun-Garten ist neben einer spürbaren Arbeitserleichterung auch eine Entscheidung für eine nachhaltige Anbaumethode.
Mehl 'Made im Chiemgau', Tomaten voller Geschmack und Mitbestimmung bei der Entwicklung: all das gibt es bei der Jolling e.G. in Bad Endorf. Saisonale Lebensmittel und regionaler Gemu¨seanbau finden immer mehr Zuspruch. Aber wird man davon satt? Und was wa¨chst eigentlich alles bei uns? Wir stellen das Konzept der Jolling e.G. sowie die Prinzipien des genossenschaftlichen Handelns und der Solidarischen Landwirtschaft vor. In die Jolling e.G. haben sich kleine, handwerklich arbeitenden Bio-Betriebe aus der Region und an regionalen Bio-Lebensmitteln interessierte Menschen zusammengeschlossen. Sie übernehmen Verantwortung für die Wertschöpfungskette bis zum fertigen Gemüse. Erleben Sie im Workshop innovatives, regionales Wirtschaften und schmecken Sie rein in die frischen Ideen der Genossenschaft.

Anmeldung möglich H130 - Burgen und Wallanlagen im Mangfall- und Inntal

( ab Do., 18.11., 19.30 Uhr, Rathaus; Großer Sitzungssaal)

Zahlreiche Burgställe und Festungsanlagen liegen - manchmal versteckt und verlassen - im Mangfall- und Inngebiet. In einer Zeitreise von den Kelten bis zur Neuzeit werden Schanzen, Burgställe und Festungen aufgesucht und ihre Geschichte beschrieben.

Anmeldung möglich H140 - Oman - eine arabische Radreise

( ab Do., 6.5., 19.30 Uhr, Mareissaal)

Der Vortrag wurde vom 02.03.21 auf den 06.05.21 verschoben

Ein Königreich am Rande der arabischen Halbinsel. Das Land von Sindbad dem Seefahrer und den Märchen aus 1001 Nacht, der Weihrauchstraße und majestätisch schreitenden Kamelherden, den endlosen Weiten der Wüste und senkrechten Wänden der Gebirge, schroffen Steilküsten und weißen Stränden.
Ein Land der Gegensätze, zwischen Tradition und dem Weg in die Moderne, pulsierenden, aufstrebenden Städten und beschaulichem Dorfleben. Ein Land im Wachstum zwischen Erdöl- und Erdgasfeldern, wachsendem Straßennetz und Verkehr, Moscheen, Ziegenherden und Dattelpalmenplantagen.
Zwei Monate und 4000km boten Wolfgang Büttner aus Kolbermoor genügend Zeit und Raum für eine ausgedehnte Runde durch das ganze Land. Tagsüber die Nase im Wind, die Nächte in Sternehotels oder unterm Sternenzelt. Die Bilder, Filme und Musik des neuen Vortrags entführen in ein (nicht immer) traumhaftes Märchenland, welches gegen Ende der Reise und dem Tod von König Sultan Qaboos in eine tiefe Trauer verfiel.

freie Plätze H141 - Barocke Juwelen entlang des Inns

( ab Di., 18.5., 19.30 Uhr, Rathaus; Großer Sitzungssaal)

Das Inntal zwischen Rosenheim und Kufstein ist architektonisch von prachtvollen, barocken Sakralbauten geprägt. In der Nähe von Oberaudorf ragt der 45 m hohe Glockenturm des 1731 gestifteten Klosters Reisach aus einem äußerlich eher schlichten Baukomplex hervor. Reisach war die letzte Klostergründung im Bistum Freising vor der Säkularisation. Ein weiterer beispielhafter kulturhistorischer Schatz ist die barock umgebaute Pfarrkirche St. Martin in Flintsbach. Folgt man dem Inn Richtung Mühldorf, gibt das Kloster Gars am Inn einen Einblick in die frühbarocke Gestaltungsweise.

Anmeldung möglich H181 - Erben und Vererben

( ab Do., 24.6., 19.00 Uhr, Rathaus; Großer Sitzungssaal)

Viele Menschen schieben den Gedanken an das eigene Ableben weit von sich und damit auch die Frage, was mit ihren Besitztümern nach dem Tod passieren soll. Dabei ist es gar nicht so schwer, den eigenen Nachlass zu Lebzeiten zu regeln, um Sicherheit für die Angehörigen zu erreichen und Streit um das Erbe von vornherein auszuschließen. Der Vortrag informiert über die Grundzüge des Erbrechts sowie über alle wichtigen Fragen rund um Testament, gesetzliche Erbfolge, Nachlass und Pflichteil.
Abendkasse

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Unsere Programmbereiche


Veranstaltungskalender

April 2021
Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So.
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Folgende Veranstaltungen finden an Ersatz-Terminen im Herbst/Winter '21 statt


Burgen und Wallanlagen im Mangfall- und Inntal

Neu: Donnerstag, 18. November

In einer Zeitreise von den Kelten bis zur Neuzeit werden Schanzen, Burgställe und Festungen aufgesucht und ihre Geschichte beschrieben. Horst Barnikel, 19.30 Uhr, Rathaus Kolbermoor, mit Anmeldung.


Die Hospizidee und die Arbeit des Jakobus Hospizvereins

Die Hospizbewegung tritt ein für ein erfülltes Leben bis zuletzt und für ein Sterben in Würde. Was steckt hinter dieser Idee und wie werden die Ziele beim Jakobus Hospizverein vor Ort umgesetzt? Die Referentin, Frau Barbara Noichl, Koordinatorin und Einsatzleiterin im Jakobus Hospizverein, greift u.a. auch Erfahrungen von Hospizbegleiter/Innen auf und gibt Impulse bei der Frage nach einem menschenwürdigen Sterben.

Wie umgehen mit der eigenen Sterblichkeit?

Der Psychologe, Psychoonkologe und Kulturwissenschaftler Gregor Luks gibt einführend einen Vergleich durch verschiedene Kulturen und Epochen und lädt dann zur Diskussion.

Tod und Trauer

Der Bestattermeister Georg Hartl informiert über Abläufe und Riten, alternative Bestattungsformen sowie alle bürokratischen Abläufe bei einem Trauerfall und welche Dinge man zu Lebzeiten bereits regeln kann. NEUER TERMIN: 13. Oktober 2021

 


freie Plätze
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Anmeldung möglich
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fast ausgebucht
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auf Warteliste
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Kurs abgeschlossen
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Kurs ausgefallen
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Internetanmeldungen nicht möglich
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Kontakt

vhs Kolbermoor

Rathausplatz 1
83059 Kolbermoor

Tel.: 08031 98338
E-Mail: info@vhs-kolbermoor.de

Öffnungszeiten

Montag - Mittwoch:
09:00 - 12:30 Uhr
Donnerstag:
14:00 - 18:00 Uhr

Anmeldung außerdem auch im Bürgerbüro im Rathaus Tel.: 08031 2968 100

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