Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Vorträge

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freie Plätze I101 - Mensch und Wahrheit - Die Geschichte des Erkennens

( ab Mo., 27.9., 19.30 Uhr, Rathaus; Trauzimmer)

Philosophie strebt nach Erkenntnis der Welt und das war oft gefährlich, wie bereits der Tod des Sokrates belegt. Immer zweifelten Philosophen radikal an alten Gewissheiten. Letztlich ist die menschliche Erkenntnisfähigkeit selbst das größte Erkenntnisproblem und an ihr hängt fast alles, denn wir gestalten die Welt gemäß unseren Vorstellungen.
So erschütterten neue Positionen die mittelalterliche Scholastik und das Bild der Welt änderte sich. Der neuzeitliche Weg mit seinem Rationalismus, Empirismus und Skeptizismus führte über die Aufklärung in die Zweifel der Moderne und der Glaube an eine absolute Wahrheit erlosch. Das intellektuelle Drama der Moderne hatte begonnen. Die Postmoderne dachte sogar darüber nach, den Begriff der Wahrheit gleich ganz aufzugeben, und im postfaktischen Zeitalter verteidigen wir heute verzweifelt die Wahrheit gegen alternative Fakten. Da macht es wohl Sinn, sich die Problematik von Erkennen und Wahrheit mal wieder vor Augen zu führen: am besten epochenübergreifend auf einer komprimierten "Tour de Verité."
Dr. Stefan Schmitt ist Kunsthistoriker und Philosoph.

freie Plätze I102 - Grund und Grenzen der Grundrechte im System der verfassten Gewalt

( ab Do., 14.10., 19.30 Uhr, Rathaus; Großer Sitzungssaal)

Die verfassungsmäßige Ordnung des Grundgesetzes hat sich als voller Erfolg erwiesen. Die Autorität der Verfassung ist so hoch, dass sie von allen Lagern zunehmend auch im allgemeinpolitischen Diskurs in Anspruch genommen wird. Doch welchen Beitrag liefert tatsächlich ein Verfassungstext, in dem weder das Verhältnismäßigkeitsprinzip noch das allgemeine Persönlichkeitsrecht explizit geschrieben stehen? Über 70 Jahre Grundgesetz geben Anlass, über Inhalt, Grund und Grenzen der Grundrechte des Grundgesetzes zu diskutieren.
Dominik Klauck studierte Rechtswissenschaften an der LMU. Neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt in der Kanzlei "Gauweiler & Sauter" in München forscht er im Rahmen seines Dissertationsvorhabens bei Herrn Prof. Peter M. Huber, Richter des Bundesverfassungsgerichts und Minister a.D., zu den verfassungsrechtlichen Grenzen des Staatsschutzes.
Der ehemalige Verfassungsgerichtspräsident Hans-Jürgen Papier kritisiert massive rechtsstaatliche Defizite bei der Pandemiebekämpfung. "Wesentliche Fragen, insbesondere der Grundrechtsverwirklichung, sind durch die Parlamente selbst zu regeln", sagt er. Solche Entscheidungen dürften nicht an die Regierungen delegiert werden.
Aus Sicht des Juristen sind Wert und Bedeutung der Freiheitsrechte im vergangenen Jahr von Politik und Teilen der Öffentlichkeit unterschätzt worden. Grundlegende Freiheiten würden dem Menschen nicht vom Staat gewährt; sie seien unveräußerliche Rechte des Einzelnen, die zwar unter bestimmten Voraussetzungen eingeschränkt werden könnten. Es sei aber nicht Sache des Staates, sie mehr oder weniger beliebig zu entziehen oder neu zu vergeben. "Die Menschen dieses Landes sind freie Bürger", sagte Papier. "Sie sind keine Untertanen."
Prof. em. Dr. Dres. h.c. Hans-Jürgen Papier wurde im Februar 1998 zum Vizepräsidenten und im April 2002 zum Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts ernannt. Wegweisend in seiner Amtszeit war unter anderem das Urteil gegen die Vorratsdatenspeicherung - ein weitreichender Richterspruch zum Schutz der Freiheitsgarantien der Bürger. Nach 12 Jahren schied Prof. Papier 2010 aus dem Bundesverfassungsgericht aus und nahm seine frühere Tätigkeit als Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München wieder in vollem Umfang auf. Seit 2011 ist er emeritiert und nach wie vor in der Lehre tätig. 2019 erschien sein Buch "Die Warnung: Wie der Rechtsstaat ausgehöhlt wird."
Die Rolle des Widerparts, des Advocatus Diaboli und summarischer Vertreter der von Bürgern und Zuschauern geäußerten Fragen übernimmt in der Diskussion zum Vortrag Rechtsanwalt Dominik Klauck, der derzeit an der LMU bei Prof. Dr. Peter M. Huber, Richter des Bundesverfassungsgerichts, promoviert.
Bürgerfragen werden für einen qualifizierten Beitrag zu einer kritischen Diskussion gern vorab entgegen genommen. Weitere Fragen sind im live-Chat möglich.

freie Plätze I104 - Was ist Gerechtigkeit?

( ab Sa., 16.10., 10.00 Uhr, Bahnhof, Seminarraum)

In der Geschichte der Philosophie finden wir viele Theorien der Gerechtigkeit, die das Denken von uns Menschen des XXI. Jahrhunderts maßgeblich beeinflussen. Was ist Gerechtigkeit? Ist sie dasselbe wie Gleichheit, zum Beispiel Gleichheit der Würde oder Gleichheit der Chancen oder Gleichheit vor dem Gesetz? Und woher kommt die Idee einer "sozialen Gerechtigkeit"? Wie steht es mit der Solidarität, ist sie dasselbe wie Gerechtigkeit?
In diesem Tagesseminar schauen wir uns etwas genauer an, was die Klassiker der Philosophie darüber zu sagen haben und klären unsere Anliegen und Zweifel in Gespräch und Diskussion. Sie erhalten ein handliches Skript mit kurzen Texten von Platon und Aristoteles bis Ernst Bloch und John Rawls. Im lebendigen Mit-Philosophieren werden Sie Ihre eigene, persönliche Position im Gespräch mit mir und in einer interessierten und interessanten Runde reflektieren und konkretisieren.
Dr. Giovanni Russo betreibt in München eine Philosophische Praxis (www.giovanni-russo.de)

freie Plätze I105 - Das Wunder des Neuanfangs Hannah Arendts politisches Denken und die Krisen der Moderne

( ab Do., 21.10., 19.30 Uhr, Rathaus; Großer Sitzungssaal)

Hannah Arendt war eine der bedeutendsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts. Bekannt ist sie bis heute unter anderem durch ihre Analyse des Totalitarismus und ihren Bericht über den Eichmann-Prozess in Jerusalem. Der Vortrag wird zum einen ihre wichtigsten Positionen nachzeichnen, zum anderen aber aufzeigen, wie viel uns Arendts politisches Denken auch heute noch zu sagen hat: In den (fortdauernden) Krisen unserer modernen Zeit ist Arendts Glaube an das Politische als Kraft des Anfangen-Könnens aktueller denn je.
Dr. Christian Schwaabe ist Akademischer Oberrat und lehrt an der Fakultät für Politische Theorie und Philosophie an der LMU München.

Anmeldung möglich I106 - Erich Fromms "Haben oder Sein"

( ab Do., 27.1., 19.00 Uhr, Online)

Als Erich Fromm 1976 sein Werk "Haben oder Sein" veröffentlichte, wurde es schnell zu einem Bestseller. Hier artikulierte er in einer verständlichen, aber trotzdem differenzierten und anspruchsvollen Gesellschaftsanalyse das Unbehagen Vieler. Der Unterschied zwischen Sein und Haben entspricht dem Unterschied zwischen dem Geist einer Gesellschaft, die zum Mittelpunkt Personen hat, und dem Geist einer Gesellschaft, die sich um Dinge dreht.
Die postmoderne Konsumreligion predigt gebetsmühlenartig, dass Konsum glücklich mache. Erich
Fromm entlarvt diese Illusion und entwickelt die Vision einer Gesellschaft, in deren Zentrum nicht mehr das Haben steht. Seine Ideen sind immer noch revolutionär und aktuell, was z.B. die Diskussion über das bereits von Fromm geforderte garantierte Grundeinkommen zeigt.
"Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt." (§5 (1) GG). Das Grundgesetz beinhaltet die Pressefreiheit und beschreibt damit einen zentralen Pfeiler in unserer freiheitlichen Demokratie. Wie führen die deutschen öffentlich-rechtlichen und privaten Medienunternehmen diese Freiheit aus? Haben die Medien tatsächlich die "vierte Macht im Staate" inne? Welche Fehlentwicklungen sind zu erkennen, welche Anpassungen notwendig? Wie kann die Zukunft der traditionellen Medien aussehen? Wie Probleme verursachen Medien-Oligopole? Es wird der Versuch unternommen, auf diese Fragen Antworten zu finden und darüber zu diskutieren.
Eine unausgesprochene Selbstverständlichkeit: Leitmedien wie Tagesschau oder Süddeutsche Zeitung berichten objektiv. Im Gegensatz zu Facebook und Co. schildern Journalistinnen und
Journalisten quasi aus Sicht unbeteiligter Beobachter, was in der Welt passiert. Und viele Journalistinnen und Journalisten reagieren deshalb auch allergisch auf Begriffe wie "Lügenpresse"
oder auch schon "Mainstream". Trotzdem drängt sich teilweise der Verdacht auf, dass die Medien von der Politik, von der Wirtschaft oder auch von der Moral gekapert worden sind. In diesem online-Vortrag zeigt Prof. Michael Meyen, wie die Ausbildung von JournalistInnen heutzutage abläuft und welchen Einflüssen Redaktionen ausgesetzt sind. Schließlich zeigt er auch Wege, wie die Unabhängigkeit der Medienlandschaft nachhaltig gesichert werden könnte. Dr. Michael Meyen ist Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und
Medienforschung an der LMU in München.
In Folge der Corona-Krise stieg die Staatsverschuldung weltweit nochmals stark an. Sie wird zunehmend durch die lockere Geldpolitik der Zentralbanken finanziert. Viele Menschen befürchten daher eine zunehmende Geldentwertung. Wie haben sich Anleihen, Aktien, Immobilie, Edelmetalle entwickelt? Wie können Anleger ihr Vermögen oder Die Altersvorsorge gegen Kaufkraftverluste schützen?

Anmeldung möglich I114 - Die eigene Immobilie im Alter

( ab Do., 10.2., 19.00 Uhr, Online)

Eigene Häuser/Wohnungen können im Alter auch zur Last werden: etwa weil sie nicht mehr bedarfsgerecht sind, oder hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand mit sich bringen. Der Vortrag zeigt verschiedene Möglichkeiten im Umgang mit der eigenen Immobilie auf, wie sie für ein Zusatzeinkommen (Immobilienrente, Umkehrhypothek) sorgt und Sie weiterhin dort wohnen können.

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Unsere Programmbereiche




NEUES FÜR DIE GESUNDHEIT

NEU: Tai Chi/ Qi Gong - Taoistische Gesundheitsübungen
Annette Schomburg, ab Do, 14.10., 09:45

NEU: Yoga für Anfänger
Patricia Schroeder, ab Mi, 29.09., 19:45 Uhr

NEU: Dynamisches Faszienyoga
Christine Fußstetter, ab Mo, 27.09., 17:35 Uhr

NEU: Rückenfit & Entspannung
Sonja Frohne, ab Do, 07.10., 09:45 Uhr

NEU: Abnehmen durch Bewegung
Sonja Frohne, ab Do, 07.10., 11:00 Uhr

NEU: Ganzkörperfitness 60+
Christine Fußstetter, ab Mo, 27.09., 16:30 Uhr

NEU: Seniorenfitness & Entspannung
Sonja Frohne, ab Mo, 04.10., 09:45 Uhr



NEUES AUS DEN SPRACHEN

NEU: Englisch - ganz ohne Vorkenntnisse
Andrea Euler, ab Mi, 29.09., 18:00 Uhr

NEU: English Conversation (B1)
Christina Lux, ab Mo, 04.10., 18:15 Uhr

NEU: Französisch für Urlaub und Reise
Andrea Euler, ab Mo, 27.09., 18:00 Uhr

NEU: Italienisch für Anfänger
Christina Lux, ab Mi, 29.09., 19:30 Uhr

NEU: Italienisch Konversation
Giulia Tranquilli, ab Do, 30.09., 18:00 Uhr

NEU: Spanisch für Anfänger
Prykxy Becker Chenet, ab Do, 30.09., 19:30



Digitale Tourenplanung und Outdoor Navigation mit dem Handy

Mario Stürzl, 2x ab Mi, 06.10., 19:00 Uhr

WhatsApp, Telegram, Signal, Threema und Co. - Messenger Dienste
Christian Winklmeier, Do, 21.10., 18:00 Uhr

Grundkurs iPad und iPhone
Sabine Mutschke, 2x ab Mo, 04.10., 15:30 Uhr

Smartphone-Grundkurs (Android)
Dieter Fuchs, 2x ab Di, ab 09.11., 9.30 Uhr

Excel 2013 - Einstiegskurs
Stefan Wengert, 3x ab Fr, 08.10., 16:30 Uhr

Windows 10 - Grundlagen
Sabine Mutschke, 3x ab Mo, 04.10., 09:00 Uhr


freie Plätze
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Anmeldung möglich
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fast ausgebucht
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Kurs abgeschlossen
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Kurs ausgefallen
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Internetanmeldungen nicht möglich
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Kontakt

vhs Kolbermoor

Rathausplatz 1
83059 Kolbermoor

Tel.: 08031 98338
E-Mail: info@vhs-kolbermoor.de

Öffnungszeiten

Montag - Mittwoch:
09:00 - 12:30 Uhr
Donnerstag:
14:00 - 18:00 Uhr

Anmeldung außerdem auch im Bürgerbüro im Rathaus Tel.: 08031 2968 100

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Unser Programm Herbst/Winter 2021/22 steht hier für Sie zum download bereit!

Unser Hygiene-Konzept finden Sie unter diesem Link

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